Lohbergschule Göttingen

Grundschule

Pädagogisches Konzept der offenen Ganztagsschule Lohbergschule

Kooperationspartner für die offene Ganztagsschule ist die KiWO gGmbH. Die beiden Träger der Horte an der Lohbergschule, der Kinderhaus e.V. und die AWO gGmbH gründeten auf Anregung der Eltern die KiWO. Das Pädagogische Konzept wurde in Zusammenarbeit der Schule, der Stadt Göttingen und der KiWO entwickelt.

                                                       

1. Gemeinsam mit Freude lernen

In den vergangenen Jahren ist das Interesse der Eltern nach einer Ganztagsbeschulung im Primarbereich stark gestiegen. Wichtige Gründe für die Anmeldung an einer Ganztagsschule sind für die Eltern der Wunsch nach einer verlässlichen Betreuungszeit, die über die fünf Zeitstunden der Verlässlichen Grundschule hinausgeht, das Interesse an einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für ihre Kinder oder der Wunsch nach qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten im Nachmittagsbereich. Das Kollegium der Lohbergschule unterstützt diesen Wunsch und hat ebenfalls großes Interesse an einer qualitativ hochwertigen Beschulung am Nachmittag.

Die Ganztagsschule darf nicht als Anhang zur Verlässlichen Grundschule mit beliebiger pädagogischer Ausrichtung betrachtet werden, sondern sie muss den im Schulprogramm formulierten hohen Ansprüchen gerecht werden.

 

Das pädagogische Konzept der Lohbergschule steht auf drei wichtigen Säulen:

  •          Wir fördern Bewegung

In unserer sportfreundlichen Schule können unsere Kinder die vielfältigen Bewegungsangebote nutzen. Die Gebäude und das weiträumige Gelände der Lohbergschule bieten viel Raum für einen bewegten Tagesablauf.

  •           Wir leben miteinander

Wir wollen eine Schule, in der alle Beteiligten einander wertschätzen und offen, respektvoll und vertrauensvoll miteinander umgehen.

  •          Wir entfalten Begabung

Wir sehen es als unsere Aufgabe und unser Ziel, alle Kinder - unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernmöglichkeiten - gleichermaßen und bestmöglich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, ihren sozialen Verhaltensweisen, in ihren musischen, praktischen und kognitiven Fähigkeiten zu fördern. Ein differenzierender Unterricht und ein anregendes Schulleben dienen dem Erreichen dieser umfangreichen Bildungs- und Erziehungsziele. Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ebenso ein wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen.

Mit einer großen Methodenvielfalt im Unterricht wollen wir den verschiedenen Aufgabenstellungen und den hohen Anforderungen an unsere Kinder gerecht werden und gleichzeitig der Verschiedenheit der Lernvoraussetzungen und der unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten im Lernprozess Rechnung tragen.

Neben dem Lernen in angeleiteter Form bieten wir im Unterricht anregungsreiche, individuell strukturierte und offene Lernsituationen an, in denen die Kinder selbst planen, entdecken, erkunden, untersuchen, beobachten, experimentieren und ihre Arbeiten bewerten.

 

2.   Entwicklungsbesonderheiten von Kindern im Grundschulalter und die Grundlagen der pädagogischen Arbeit der KiWO

Mit dem Schulalter eröffnen sich Kindern zunehmend Lebensbereiche und Handlungsräume, in denen der Kontakt zu Gleichaltrigen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Das Zusammensein und die Auseinandersetzung mit Freunden in der „Peer-Group“ ist für diese Altersphase ein bedeutsames Übungsfeld zur Bewältigung späterer Lebenssituationen. Die Eltern als wichtigste Bezugspersonen treten allmählich zurück.

Aber auch von anderen Erwachsenen wollen Grundschüler in ihrer Freizeit unabhängiger werden. Sie wollen für sich sein, sich zurückziehen können. Sie wollen ihre Fähigkeiten in verschiedensten Lernbereichen ausprobieren. Sie wollen sich in der Welt bewegen und diese entdecken, dabei ernst genommen werden und mitbestimmen können.

Damit unsere Kinder ihren eigenen Weg finden, müssen sie Gelegenheiten haben, um zu lernen, zu entdecken, zu erfahren, um ihr Wissen zu erweitern. Die OGS als eine familienergänzende Betreuungsform sowie die zusätzliche kostenpflichtige Betreuung bieten hier durch vielfältige außerschulische Lernformen hervorragende Möglichkeiten in den verschiedensten Bildungsbereichen.

Die pädagogischen Fachkräfte geben den Kindern Freiräume, etwas ungeplant, unorganisiert und unbeobachtet aus der Situation heraus tun und erleben zu können und kommen somit diesen Entwicklungsbesonderheiten entgegen.

Das Aufgreifen der kindlichen Interessen und Bedürfnisse, ihres Lebens- und Gruppenalltags und das Einbeziehen dieser in die pädagogische Planung ist einer der Schwerpunkte unserer Arbeit mit Grundschülern. Die praktische Umsetzung und das Ziel bestimmen und gestalten die Kinder dabei jederzeit mit.

Die neuen Schlüsselworte in unserer Informationsgesellschaft lauten: Globalisierung, internationalisierter Arbeitsmarkt, multiethnische Gesellschaften. Sie machen deutlich, welch ein gehöriges Maß an Mobilität, Flexibilität, Kreativität und Selbständigkeit unsere Kinder in Zukunft benötigen werden. Es geht in der OGS und im außerschulischen Zusatzangebot also darum, die Kinder in einem ausgewogenen Verhältnis von Individualismus und Gemeinschaft zu unterstützen, sie in ihrem selbstbestimmten Lernen zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, um ihnen die Teilhabe an Kultur und Gesellschaft zu ermöglichen.

Diese Ziele lassen sich in folgende Themenbereiche gliedern:

 

  •          Partizipation, Eigenverantwortung, Mitverantwortung

Einbeziehendes, teilnehmendes miteinander Lernen und Leben, unter Berücksichtigung der Entwicklung von Kindern, innerhalb der Gruppe und der vorgegebenen Rahmenbedingungen, Teilhabe an Gestaltungsprozessen innerhalb der Gruppe, Übernahme von Verantwortung für das eigene Tun in der Gemeinschaft.

 

  •          Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit

Erkennen, Umsetzen und Weiterentwickeln des eigenen Könnens im Rahmen der Möglichkeiten. Lernen, Gefühle wahrzunehmen und dadurch Verhalten und Handeln in unterschiedlichen Situationen bewusster einsetzen zu können.

 

  •          Soziales Lernen

Erlernen von sozialen Werten, kulturellen Normen und Regeln für das menschliche Verhalten in einem sozialen System.

Besonders wichtig ist dabei, dass die Kinder sich als selbst handelnde Subjekte erfahren und die Erwachsenen sie als solche ernst nehmen. Diese Wertschätzung macht für die Kinder Freiräume für eigene Entscheidungen und Bewährungsfelder für eigen verantwortetes Handeln nötig. Aufgabe der Pädagogen/innen ist es daher, den Kindern neben den vorgegebenen Strukturen (Mittagessen, Hausaufgaben…) diese Freiräume zu schaffen.

Damit die Kinder jeden Tag mit Freude und spürbarem Gewinn die AGs besuchen, rücken die Pädagogen/innen die Frage nach der Qualität der Erfahrungs- und Wissensbereiche, der Spiel- und Entspannungsphasen in den Mittelpunkt ihres Interesses. Dabei vertrauen sie auf die Selbstbildungskräfte der Kinder und bieten Zeit, Raum, Material und Themen für ihre Weiterentwicklung an. Das bedeutet, sie muten Kindern Themen zu und geben Impulse und Anregungen, erwarten aber nicht, dass sie sich in einer von ihnen vorgegebenen Art und Weise mit den Themen beschäftigen. Gleichermaßen ist es wichtig, dass die Fachkräfte sich auf die Themen der Kinder einlassen, diese über Beobachtung und mit Hilfe fachlicher Reflexion  erkennen, mit den Kindern darüber ins Gespräch kommen und Ideen zur Vertiefung ihres Interesses sammeln, um dann Materialien und Medien zur Weiterarbeit zur Verfügung zu stellen. Wesentliche Herausforderung für die Pädagogen/innen ist es, die Balance zwischen Beantwortung von Themen der Kinder und der Zumutung von Themen für die Kinder zu halten.

 

  •          Inklusion

Die eine Säule des pädagogischen Konzeptes „Wir leben  miteinander“ findet sich ebenso wie die anderen beiden Säulen auch im offenen Ganztag wieder. Gemeinsam den Alltag leben und gestalten, wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen,  dies sind Werte, die unser Miteinander prägen. Jedes Kind in seiner Individualität und seiner Kultur bereichert den Gruppenalltag. Diese Haltung schafft eine sichere und freundliche Atmosphäre, in der die Kinder sich aufgenommen und anerkannt fühlen können. Nur wenn ein Kind sich geborgen fühlt, kann es seine Stärken bestmöglich entwickeln, seine Persönlichkeit entfalten und seinem Forscherdrang nachgehen.

Ein endgültiges Konzept für die Beschulung der inklusiven Kinder wird nach Auswertung von ersten Erfahrungen zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt.

 

3. Die Verlässliche Grundschule Lohbergschule

Die Lohbergschule ist eine Verlässliche Grundschule. Wir beginnen unseren Unterricht  täglich mit einem offenen Anfang um 7.55 Uhr und enden um 13.00 Uhr. Im Schuljahr 2014/2015 unterrichten wir in 12 Klassen 236 Kinder.

Die Lohbergschule wurde 1971 in einem Neubau gegründet. Große und helle Klassen-, Fach- und Gruppenräume bieten unseren Kindern gute Arbeitsmöglichkeiten. Neben einer Sporthalle und einem Gymnastikraum stehen uns 12 Klassenräume, ein Werkraum, eine Schülerbücherei, ein Computerraum, fünf Gruppenräume und eine Pausenhalle zur Verfügung. Zum Schulgelände gehören außerdem ein Spielplatz, ein Pausenhof und ein Fußballplatz, eine 50m-Bahn, eine Sprunggrube und ein „grünes Klassenzimmer“.  Zusätzlich nutzen wir den Schulgarten, den der Förderverein Buntspecht für unsere Kinder in einer benachbarten Kleingartenkolonie gepachtet hat, für schulische Aktivitäten.

 

 

4. Die offene Ganztagsschule Lohbergschule

 

4.1 Einführung der OGS

Der Ganztagsunterricht ist am 1.08.2014 für den ersten Jahrgang eingeführt worden. Ab dem 1.08.2016 wird der Ganztagsunterricht für die Jahrgänge 3 und 4 eingeführt.

Die Teilnahme am Ganztagsangebot ist bei uns freiwillig. Angemeldete Kinder müssen aber verbindlich für mindestens ein Schuljahr am Ganztagsangebot teilnehmen.

Bei einer Schule mit dieser Schülerzahl, die mittelfristig stabil bleiben wird, kann mit ca. 35 teilnehmenden Kindern am Ganztagsunterricht pro Jahrgang gerechnet werden.

Der Schulvorstand, der Schulelternrat und die Gesamtkonferenz der Lohbergschule haben für die Errichtung einer offenen Ganztagsschule gestimmt und im Sommer 2012 haben sich in einer Elternbefragung 75 % der Eltern für die Errichtung einer Ganztagsschule ausgesprochen.

Die Ausgestaltung wird nach dem aktuellen Rahmenkonzept der Stadt Göttingen erfolgen.

Das Ganztagsangebot wird den Kindern von Montag bis Donnerstag zur Verfügung stehen. In der Zeit zwischen 13.00 Uhr und 15.30 Uhr werden die Kinder beschult. Die Anmeldungen können  für drei oder vier Nachmittage erfolgen.

 

4.2  Anmeldung und Aufnahme in die OGS

Aufgenommene Kinder behalten, nach erneuter Anmeldung für das neue Schuljahr, ihren Platz auch im neuen Schuljahr. Anmeldungen für das neue erste Schuljahr werden in der Zeit ab dem 1. März eines Jahres angenommen. Die Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben. Für die Anmeldung und Platzvergabe ist die Koordinatorin zuständig.

Zur verbindlichen Aufnahme in die Ganztagsschule gehört der Abschluss eines Vertrages mit der Stadt Göttingen über die Teilnahme am Mittagessen.

Abweichungen von diesen Regelungen sind in Ausnahmefällen nach Absprache mit der Schulleitung möglich.

 

4.3 Stammgruppen

Uns ist eine Organisationsform in Stammgruppen wichtig, damit die Kinder eine feste Bezugsperson haben, auch wenn sie am Nachmittag an gruppenübergreifenden Angeboten teilnehmen. Dies gibt den Kindern eine Orientierung und Sicherheit, der Beziehungsaufbau ist erleichtert und die MitarbeiterInnen lernen die Kinder besser kennen und können sie somit gut in ihrer Entwicklung begleiten.

Für die Kinder bedeutet die Teilnahme am Nachmittagsangebot auch die Möglichkeit, mit anderen Kindern über andere Inhalte als am Vormittag in Kontakt zu kommen. Das kann die Integration von Kindern verbessern und die Identifikation der Kinder mit ihrer Schule kann wachsen.

 

4.4 Mittagspause und Mittagsessen

Zur Mittagspause gehört eine betreute Erholungszeit. Bei guten Witterungsbedingungen kann der Sportplatz sowie der Schulhof und der Spielplatz für verschiedene Pausenaktivitäten genutzt werden. Bei Regen oder starkem Frost können die Pausenhalle und die Gruppenräume genutzt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass eine Kindergruppe in der Schulbücherei betreut werden kann.

Das Mittagessen wird von der Stadt Göttingen geliefert. Die Stadt arbeitet dabei nach einem eigenen Qualitätskonzept.

Die Essenzeit für die 1. Gruppe ist von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr.

Die Essenzeit für die 2. Gruppe ist von 13.30 Uhr bis 14.00 Uhr.

 

4.5 Angebote der Ganztagsschule

Unsere Kinder brauchen mehr denn je die Herausforderung an eigenes Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Bewegen. Künstliche Bilder aus den Medien verdrängen zunehmend die konkrete, echte Begegnung von Kindern mit der Welt. Dabei brauchen Kinder den Kontakt zur Wirklichkeit, um sich in ihr überhaupt zurecht zu finden.

Kinder benötigen Raum für freies Spiel. Sie eignen sich über selbstbestimmtes und ungeplantes (informelles) Lernen in Alltagssituationen vielfältiges Wissen und ein breites Spektrum an Fähigkeiten an. Sie handeln, um eine alltägliche Situation eigenständigund/oder gemeinsam mit anderen bewältigen zu können. Das Lernen geschieht dabei immer aus eigenem Interesse. Je anregender der Alltag ist, desto vielfältiger werden die erworbenen Kompetenzen sein.

Über Forschen und Experimentieren konstruieren sich die Kinder ihre Lebenswirklichkeit und erfahren Zusammenhänge und Ursprünge.

Besonders im freien Spiel setzen sich Kinder allein und in Gruppen mit ihrer Lebensrealität auseinander. Im Rollenspiel z.B. probieren sie sich in wechselnden Perspektiven, sie genießen die Möglichkeit, im Spiel ihre Welt neu zu erschaffen. Das Spiel setzt in hervorragender Weise die schöpferischen Kräfte frei, es erlaubt den Kindern, ihre Welt auf Probe und nach eigenen Regeln zu gestalten und sich mit möglichen Konsequenzen des Handelns auseinander zu setzen.

Das echte freie Spiel kennt keine Vorgaben, Anleitungen oder Erklärungen, denn dadurch wird es zum zweckorientierten Spiel.

Das Kind spielt im freien Spiel, wenn es nicht gestört oder abgelenkt wird, in der gleichen Verfassung, wie die meisten Erwachsenen es sich wünschen zu arbeiten, nämlich konzentriert, intensiv und mit voller Hingabe.

Ergänzend zum freien Spiel ist es uns auch wichtig, dass die Kinder die Möglichkeit haben, AGs ihren Interessen entsprechend zu wählen.

Vor der Hausaufgabenzeit können unsere Kinder an den von ihnen gewählten ganztagsspezifischen Angeboten teilnehmen.

In der im Jahr 2012 durchgeführten Befragung wurden von den Eltern folgende Angebote – in der Reihenfolge der Nennungen – vorgeschlagen: Sport, Töpfern, Werken, Schach, Musik und Arbeit im Schulgarten.

Der Schülerrat der Lohbergschule hat am 30.05.2013 folgende Vorschläge für das Ganztagsangebot gemacht: Werken, Kunst, Töpfern, Musik, Fußball und andere Sportarten, Schach, Bücherei, Kino und Computerraum.

Als sportfreundliche Schule wollen wir unseren Kindern täglich mindestens ein  Sportangebot im Ganztagsbereich bieten, wozu uns die Sporthalle, der Gymnastikraum und der Sportplatz zur Verfügung stehen. Außerdem legen wir Wert auf ein vielseitiges musisches Angebot mit Tanz, Umgang mit Instrumenten und Gesang.

Ein weiterer Wunsch ist der Umgang mit Naturmaterialien wie Holz, Ton, Stein oder Papier. Die Angebote in den Bereichen Töpfern und Werken finden im Werkraum der Lohbergschule statt.

Daran anschließen kann sich ein Angebot „Der Natur auf der Spur“. Durch Experimente mit  Luft, Wasser, Feuer und Erde mit Tierbeobachtungen oder Waldexkursionen soll die Natur unter die Lupe genommen werden. Für dieses Angebot kann unser Schulgarten genutzt werden.

Darüber hinaus streben wir ein Angebot mit dem Einsatz neuer Medien an. Dieses könnte ein Tastaturlehrgang, die Arbeit mit einem Zeichenprogramm, der Weg vom Erstellen eines Fotos bis zum fertigen Ausdruck oder das Erstellen kleiner Filme sein.

Da die Lohbergschule sich besonders für die Leseförderung ihrer Kinder einsetzt, ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass die Schülerbücherei im Nachmittagsbereich intensiv genutzt wird. Dies könnte in Form von Lesen, Vorlesen, Stöbern, Recherchieren und für kleine Theaterprojekte geschehen.

Außerdem stehen Klassenräume, der Werkraum und der Computerraum bei Bedarf zur Verfügung.

Die Kinder können ihre ganztagsspezifischen Angebote zu Beginn des Schuljahres und zum Halbjahreswechsel neu wählen. Die Kinder haben die Möglichkeit als ganztagsspezifisches Angebot das freie Spiel zu wählen.

Die Wahl der Nachmittagsangebote soll nach dem Modus der AG-Wahl erfolgen. Die Kinder nennen für die verschiedenen Wochentage ihre Erst-, Zweit- und Drittwünsche. Sollten die Erstwünsche nicht berücksichtigt werden können,  können die betroffenen Kinder im nächsten Quartal vorrangig berücksichtigt werden.

Die Auswahl der Nachmittagsangebote erfolgt nach Absprache zwischen Schule und KiWO und wird vertraglich vereinbart. Der Vertrag enthält ebenfalls klare Aussagen zu den Inhalten, den vereinbarten Zeiten und zur Raumbelegung.

Die Wünsche und Interessen der Kinder und der Eltern werden bei der Auswahl der Nachmittagsangebote berücksichtigt.

 

4.6  Hausaufgaben

Die betreute Hausaufgabenzeit liegt zwischen 15.00 Uhr und 15.30 Uhr. Die Hausaufgabenzeit wird nicht als Nachhilfeunterricht gesehen. Die Hausaufgaben werden von Seiten der Lehrkräfte so gestellt, dass alle Kinder ihre Aufgaben innerhalb von ca. 30 Minuten selbständig bearbeiten können. Die Hausaufgabenbetreuung findet in den Klassenräumen statt.

 

4.7 Personelle Ausstattung

Die Ganztagsschule erhält einen Zuschlag für einen Zusatzbedarf an Lehrerstunden zur Ausgestaltung der Ganztagsschule und der Anteil an Lehrerstunden soll 60% des gesamten Zusatzbedarfs für den Ganztag nicht unterschreiten. Die Anpassung des Verhältnisses von Lehrerstunden zu kapitalisierten Lehrerstunden beantragt die Schulleitung der Lohbergschule jährlich bis zum 1. Januar eines Jahres für das kommende Schuljahr. 

Die KiWO richtet sich mit der personellen Ausstattung nach dem Rahmenkonzept der Stadt Göttingen. Im Rahmenkonzept der Stadt werden 2 pädagogische Fachkräfte oder eine Lehrkraft für 20 Kinder empfohlen. Für die Organisation des Ganztagsangebots hat die KiWO eine Koordinatorin eingestellt. Weitere Informationen sowie das Rahmenkonzept sind auf der Homepage der Stadt Göttingen zu finden.

 

4.8  Kosten für die Eltern

Die ganztagsspezifischen Angebote sind in der Regel kostenlos. Für benötigtes Material, z.B. beim Töpfern oder Werken, kann ein Kostenbeitrag erhoben werden.

Wir können auch, bei entsprechender Nachfrage, kostenpflichtige Angebote von Kooperationspartnern in das Programm mit aufnehmen, z. B von Musikschulen oder Sportvereinen.

 

5. Kostenpflichtige Zusatzbetreuung

Eltern, die für ihre Kinder eine Betreuung von Montag bis Donnerstag nach 15.30 Uhr, am Freitagnachmittag bis 17 Uhr und in den Ferien von 8 – 17 Uhr  benötigen, können im Rahmen von festgelegten Kapazitäten der KiWO zusätzlich für diese Zeit eine kostenpflichtige außerschulische Betreuung vereinbaren. Die Einführung dieser außerschulischen Betreuung ist noch nicht genehmigt, die Einführung ist zum 1.08.2015 oder spätestens zum 1.08.2016 geplant.

 

6. Zusammenarbeit der Kooperationspartner und Evaluation der Ganztagsschule

Die Gesamtverantwortung für die Schule und deren Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung trägt die Schulleiterin oder der Schulleiter. In der Ganztagsschule schließt das Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung der Ganztagsschule ein.

Mit der KIWO gGmbH hat die Lohbergschule einen verlässlichen Partner für die offene Ganztagsschule gefunden, der unsere pädagogischen Ziele mit uns teilt und aktiv an seiner Umsetzung mitarbeitet. Für die Umsetzung der Ganztagsschule sowie dem außerschulischen Zusatzangebot und deren Vernetzung ist Koordinatorin zuständig.

Die Koordinatorin arbeitet eng mit dem Kollegium zusammen, tauscht Informationen aus und nimmt regelmäßig an Dienstbesprechungen und Konferenzen teil.

Das pädagogische Konzept der Ganztagsschule, die Arbeit im Nachmittagsbereich und die Zusammenarbeit zwischen Schule und KiWO werden jährlich evaluiert. Die Eltern werden im März oder April schriftlich befragt. Im Mai oder Juni eines eines jeden Jahres treffen sich die Schulleitung, Vertreter des Schulelternrats, ein Elternvertreter aus dem Schulvorstand, eine im Ganztag unterrichtende Lehrkraft und Vertreter der KiWO zu einem gemeinsamen Gespräch und evaluieren die Arbeit der Ganztagsschule im laufenden Schuljahr. Sie entwickeln eventuell Änderungsvorschläge für das pädagogische Konzept der Ganztagsschule und planen das neue Schuljahr. Das Protokoll dieses Gesprächs wird anschließend schulintern veröffentlicht.

 

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und KiWO besteht im Alltag aus folgenden Punkten:

  •          Regelmäßiger Austausch
  •          Gemeinsame Planung des AG-Angebotes
  •          Gegenseitige Informationen über Vorhaben, Veränderungen und Termine
  •          Gemeinsame Planung und Gestaltung von Festen
  •          Gemeinsame Elternabende
  •          Gegenseitige Teilnahmen an Konferenzen/Dienstbesprechungen
  •          Gemeinsames Arbeiten an Projekten

 

 

Das Pädagogische Konzept der offenen Ganztagsschule Lohbergschule wurde am 18.06.2015 vom Schulvorstand beraten und am 22.06.2015 von der Gesamtkonferenz beschlossen.